Jahresversammlung 2019

Steckborn 8266 - See- & Parkhotel Feldbach, 09.05.2019

Vortrag im Anschluss an Jahresversamlung

Kürzlich fand im Seehotel Feldbach die Jahresversammlung statt. Der kleine Vorstand aus Jürg Tschiemer, Gerhard Klein und Werner Jäckle informierte gut vorbereitet über die gemachten Exkursionen im 2018.
Per ÖV reiste eine stattliche Gruppe nach Frümsen im Rheintal. Ziel war die mit Solarstrom angetriebene Bergbahn auf die Staubern. Die Betreiberfamilie zeigte im Tal die ganze Technik inkl. der Batteriespeicher. Via dem Tragkabel der Bahn wird der Strom in die Bergstation geleitet, wo ein zweiter Batteriespeicher geplant ist. Nach dem Mittagessen wurde gewandert.
Im November ging es mit mehreren Tesla Fahrzeugen ins Allgäu zur Firma Sonnen Batteriespeicher. Zu sehen war die Montage und Verkabelung der Anlagen inkl. dem zugekauften Batterien in einem Metallkasten, von der Grösse eines Schuhschranks. Auch ein sehr informativer Vortrag über die Technik und die Entwicklung der Firma zum Marktführer in Deutschland war Bestandteil der Werksbesichtigung. Die rasante Fahrt mit den Elektroautos hat alle Teilnehmer begeistert.

Gerhard Klein berichtete ergänzend zum Jahresbericht von einem großen Kombikraftwerk aus China, das 400MW Wind mit 250MW Solar und 100 MW Batteriespeicher kombiniert um damit den Bedarf des Netzes in Sekundenschnelle beliefert. Im Tessin hat das Startup Energy Vault ein interessantes Konzept präsentiert, bei dem Betonlasten bei zu viel Strom von einem Kran in die Höhe gezogen und gelagert werden. Wird wieder Strom benötigt, wird dieser durch Absenken generiert, ähnlich wie bei einem Stausee nur dass die Investitionen sehr viel geringer sind.

Die Jahresrechnung des Solarvereins schliesst mit einem kleinen Gewinn ab. Wie in den Vorjahren wurden Rückstellungen, für einen allfälligen Rückbau der PV-Anlage am Kath. Kirchturm vorgenommen.
Auf Anfrage der WOBA Linde, hat der Solarverein zusammen mit dem Solarpool TG als Partner ein grosses Eigenverbrauchs Photovoltaik Projekt erarbeitet. Dieses steht kurz vor dem Vertragsabschluss. Die Mieter verbrauchen den Strom vom Hausdach, der zudem billiger sein wird, als der Strombezug vom EW Steckborn. In Verhandlung mit dem Stadtrat Steckborn ist noch ein Ausbau auf ca. 245’000 kWh/J. Diese zusätzlichen Flächen könnten von Einwohnern von Steckborn gekauft werden. Der von diesen Flächen produzierte Strom wird dann den Käufern jährlich vom EW gutgeschrieben. Das könnte für Steckborn ein erster grosser Schritt zur Energiewende werden. 

Im Anschluss an die Versammlung stellte Urs Dünnenberger als Präsident des Solarstrom-Pool Thurgau die Angebote und Strategien zum Eigenverbrauch von Photovoltaikleistung dar. Als Dank für sein informatives Referat erhielt er zwei Flaschen Wein aus Steckborner mit Sonnenenergie gereifte Trauben. 

Ein weiteres, aufschlussreiches Referat lieferte Urs Ruch, Vorstandsmitglied der Vereins Pro Salen-Reutenen. Die Argumente gegen den geplanten Windpark auf dem Seerücken wurden plausibel dargelegt. Um sich ein eigenes Bild solcher Anlagen machen zu können, plant der Solarverein eine Exkursion am 14. September zum Windpark Verenafohren bei Bargen. 

Die Themen dieser beiden Vorträge begleiteten die Teilnehmer auch in den Diskussionen während des abschliessenden Apéro.

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